Dampfschiff Krippen


Die Fotos stammen aus der Zeit, als die Krippen auf Rhein und Main unterwegs war. Die Fotos des vor Anker liegenden Raddampfers entstanden am 30.09.1995 in St.Goarshausen. Die Fotos des fahrenden Schiffes wurden einen Tag später in Mainz aufgenommen. Auf diesen Bilder ist auch der abgeknickte Schornstein zu sehen, der wegen niedriger Brücken in diese Position gebracht werden konnte.

 

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Das Dampfschiff Krippen, den Namen trägt es seit 1946, wurde 1892 unter dem Namen Tetschen im Jahre 1892 in Dienst gestellt und von der Dresdner Schiffswerft Blasewitz als Personendampfer des Typs Glattdeck-Seitendampfer gebaut

 

Die technischen Daten des Raddampfers werden wie folgt angegeben:

 

Länge 54,64 m • Breite 4,77 m auf Spant oder 9,95 m über Radkästen • Seitenhöhe 2,23 m • Tiefgang 0,85 m

 

Gefahren wird der Dampfer von einer 3-köpfigen Besatzung und es kann bis zu 221 Passagiere aufnehmen. Diese Sitzplätze verteilen sich auf 101 im Innenbereich und 120 auf den Außendecks.

 

Zur Dampferzeugung wird aktuell ein im Jahre 2001 neu gebauter Kessel genutzt, was zuvor eingebaut war entzieht sich leider meiner Kenntnis. Der Kessel ist als 1-Flammenrohr-Zylinderkessel ausgebildet und liefert bei einem Druck von 6,5 bar 1,7 Tonnen Dampf je Stunde. Mit diesem Dampf wird eine oszillierende Zwillingsmaschine angetrieben welche bei 35 Upm und 2,5 Bar Dampfdruck 125 PS auf die Antriebwelle bringt. Die Dampfmaschine stammt wie das übrige Schiff von der Werft Blasewitz. Die Zylinder haben einen Hub von 686 mm bei einem Durchmesser von 622 mm. Der Antrieb im Wasser erfolgt mittels Patenträder mit 10 Stahlschaufeln deren Durchmesser mit 3,80 m angegeben wird. Bemerkenswert ist noch die Tatsachen, dass die Krippen das erste Schiff mit einer elektrischen Anlage war.

 

Nach der Jungfernfahrt am 5.6.1892 war das Schiff im regulären Fahrgastbetrieb unterwegs. 1945 wurde es in den Albert-Hafen verlegt und diente der Roten Armee der Sowjetunion als Übernachtungsschiff. Am 1. August 1946 erfolgte die Umbenennung auf den heutigen Namen. Das Schiff war noch bis 1976 in Dienst. Nach zwei Eignerwechsel wurde das inzwischen an Land aufgelegte Schiffim Dezember 1992 in drei Sektionen zerlegt und zur Brandt-Werft in Oldenburg überführt. Nach gründlicher Restaurierung war das Schiff ab dem 7.5.1992 wieder in Fahrt und versah zwischen 1997 und 1999 auf Main und Rhein seine Arbeit als Ausflugsdampfer. 1999 kehrte das Schiff in seine alte Heimat Dresden zurück und macht dort bis heute hauptschlich auf der Fahrtroute entlang der sächsischen Weinstraße der Passagieren Freude.