21.04.1967 - Militärputsch in Griechenland


Der Zufall lässt und Menschen manchmal in Situationen kommen von denen wir nie gedacht hätten, dass wir sie durchleben müssen. Herr Volk, von dem die nachfolgenden Bilder stammen, hat so eine Situation am 21.April 1962 erlebt. Er war gerade als Tourist in der griechischen Hauptstadt Athen als der Militärputsch für ein völlig anderes und neues Griechenland sorgte. Überall herrschten Verwirrung, Angst und Panik. Gegen Abend des 21. April 1967 waren mehr als 10.000 Personen von schwer bewaffneten Soldaten in Athen, Piräus, Patras und Thessaloniki verhaftet worden, unter ihnen zahlreiche alte und kranke Veteranen der Partisanenkämpfe gegen die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg, Hunderte von Funktionären und aktive Mitglieder aller politischen Parteien, der Gewerkschaften, der Jugendorganisationen, der Klubs und die meisten Minister der amtierenden Regierung, Dutzende von Abgeordneten, mehrere hohe Verwaltungsbeamte, zahlreiche Journalisten, Rechtsanwälte, Schriftsteller und Schauspieler.

 

Noch in der Nacht verbreitete sich die Nachricht im schlafenden Athen. Niemand vermochte zu sagen, wer hinter dem Unternehmen stand, konnte seinen Sinn verstehen, seinen Umfang abschätzen oder war in der Lage zu reagieren. Nach dem Putsch vom 21. April wurde sofort das Standrecht verhängt, es gab Zensur, Verhaftungen, Prügel, Folter und Ermordungen. Allein im ersten Monat kamen geschätzt ungefähr 8.000 Menschen um. Dies wurde damit gerechtfertigt, dass alles getan werden müsse, um die Nation vor einer „kommunistischen Übernahme“ zu retten.

 

Ich möchte hier auf meiner Seite keine persönliche Wertung der damaligen Ereignisse vornehmen und bitte sie, falls Sie das Thema interessiert, über Wikipedia.de unter dem folgenden Link (hier) sich weiter zu informieren.

 

Die nachfolgenden Fotos können nicht zeigen wie brutal das Militär vorging und was an Menschenrechtsverletzungen geschah. Sie zeigen aber ohnmächtige und von Angst getriebene Menschen in den Straßen, scheinbar gelangweilte Hotelbesucher und die allgegenwärtige Präsenz der Militärs

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Herrn A. Volk danken. Er hat diese  Bilder gemacht. Er hat die Erlaubnis erteilt sein fotografisches Werk zu publizieren. Dafür ein herzliches Dankeschön.